Bienensand aus dem Steinbruch

Bienensand dient als Nisthilfe für ca. 70% der Wildbienen. Ja richtig, denn so schön und einfach die hölzernen Bienenhotels auch sind, der Großteil der Wildbienen nistet im Boden. Dabei nutzen Sie selbst gegrabene Gänge, oder auch vorhandene Bauten z.B. von anderen Insekten aber meist nicht von anderen Bienenvölkern. Das heißt wenn wir die Bienen in Ihrer, für uns lebenswichtigen Arbeit und Existenz unterstützen möchten, ist dieses am effektivsten durch Anlage von Nistzonen im Boden möglich, die man auch als Sandarium bezeichnet. Dabei ist die Lage eines solchen Sandariums entscheidend. Bienen siedeln am liebsten an offenen und sonnigen Plätzen, die aber sowohl in unseren Siedlungen, als auch im landwirtschaftlichen Bereich leider immer seltener werden. Es ist daher notwendig gerade im privaten Umfeld für zusätzliche Nistmöglichkeiten zu sorgen, wobei diese mit Flächen ab einem Quadratmeter nicht  besonders groß sein müssen!

Was benötigt man für ein Bienen-Sandarium?

  • Ein passendes Bodensubstrat wie unseren Bienensand…einfache Rheinsande und viele normale Bodenarten funktionieren nicht!
  • Eine Fläche ab 1 m², die vorwiegend sonnig ist und keine Gefahr von Staunässe aufweist
  • Eventuell Steine/Felsen für eine Einfassung bei erhöhter Anlage bzw. als Hochbeet
  • Geschickt eingesetzt können Unkrautvliese die Pflege der Anlage verbessern
  • Grobkies, kleine Felsen oder Totholz, um die Fläche etwas gegen wegschwämmen und verwehen zu sichern
  • Eventuell einen Schutz gegen Katzenbesuche (z.B. Dornengestrüpp), wobei die Fläche für die Bienen dennoch recht „offen“ bleiben muss
  • Geduld und Beobachtungsgabe! Kleine Bienenarten (<5mm) werden schnell übersehen auch wenn Sie schon da sind!

Woher wissen wir, dass unser Bienensand funktioniert?

Im Rahmen eigener Umweltprojekte am Steinbruch wurden bereits mit professioneller Hilfe Sandarien angelegt, die sehr gut und dauerhaft funktionieren. Weiterhin wird unser Bienensand seit einiger Zeit auch von weiteren Händlern vertrieben und wurde auch schon an Universitäten für Projektarbeiten genutzt. Übrigens ist man als Steinbruchbetreiber stark in die Themen Umweltschutz, Artenschutz und Renaturierung eingebunden, das heißt das an Brachflächen, Halden und in der Nähe von Nutzflächen durch die speziellen Gegebenheiten am Steinbruch immer wieder auch seltene Tiere im und am Steinbruch heimisch werden, die dann natürlich auch geschützt werden.

Was ist an unserem Bienensand eigentlich so besonders?

Der Bienensand ist eine spezielle Absiebung aus dem Brechsand unserer Kalksteinproduktion. Wegen seiner Kornabstufung bietet er mehrere wichtige Voraussetzungen als Bodensubstart für Wildbienen. Unser Bienensand ist fein und bindig genug, um im leicht feuchten Zustand gut von den Bienen ausgehoben zu werden. Gleichzeitig wird er aber bei Dürre nicht zu hart wie z.B. trockener Lehm! Bei langzeitiger Trockenheit stürzen die Gänge nicht ein wie bei normalen Sanden oder vielen anderen Bodenarten, da die besondere Kornabstufung und Struktur dies verhindert. Wie alles was aus unserem Steinbruch kommt, so ist auch der Bienensand 100% natürlich und absolut unbelastet. Er besteht nur aus zerkleinertem, devonischen Massenkalk, der z.B. auch als Straßenbauschotter in Wasserschutzgebieten eingesetzt werden kann. Er ist somit absolut nicht vergleichbar mit den meisten Quarzsanden.